ExWoSt – Kooperation konkret

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Das Modellvorhaben Magdeburg-Buckau „Kreative Stadtteilentwicklung – Bündelung und Koordination von verschiedenen Fördermitteln für eine nachhaltige Entwicklung in Magdeburg-Buckau“

im Forschungsfeld Leitprojekte „Kooperation konkret“ des Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau

wird gefördert durch das „Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung“  und betreut vom „Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung“.

 

Der Projektträger des Modellvorhabens ist die Landeshauptstadt Magdeburg, vertreten durch das Stadtplanungsamt.

 

Der Studiengang „cultural engineering“  der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg widmet sich seit April 2012 dem Kulturmanagement als „kulturschalten„.

Als Koordinator wurde die BauBeCon Sanierungsträger GmbH mit der Verfahrensbetreuung beauftragt. Die BauBeCon Sanierungsträger GmbH übernimmt seit 1992 als Treuhänder der Stadt die Aufgaben im städtischen Sanierungsgebiet Buckau. Das Quartiersmanagement stellt dabei eine zentrale Schnittstelle zwischen verschiedenen Akteuren im Stadtteil sowie zwischen der Stadtverwaltung und Bürgerbeteiligung dar. Es unterstützt die Gemeinwesenarbeit und die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität im Stadtteil.

Kulturschalten         BauBeCon_Logo_farb

 

Was ist eigentlich dieses „ExWoSt“?

ExWoSt = Experimenteller Städte- und Wohnungsbau

Mit Forschungsfeldern und Modellvorhaben zu wohnungs- und städtebaulichen Grundsatzfragen trägt das Bundes-Forschungsprogramm ExWoSt wesentlich zu einer innovativen Praxis im Wohnungs- und Städtebau bei. Die wissenschaftliche Begleitung der Modellvorhaben, deren Mehrkosten vom Bund mitgetragen werden, gewährleistet dabei auch die fachöffentliche Verbreitung der Ergebnisse.

… und „Kooperation konkret“?

Im Rahmen des Forschungsfeldes „Leitprojekte Kooperation konkret“ wird in sechs Modellvorhaben die Bündelung von Finanzmitteln zur Förderung der integrierten Stadtentwicklung erprobt. Ziel ist es, die Möglichkeiten für eine Bündelung von Programmen der Städtebauförderung mit anderen Programmen zu analysieren und zu optimieren. Im Fokus stehen darüber hinaus auch die Möglichkeiten, privates Kapital zu aktivieren und alternative Finanzierungsinstrumente zu nutzen.

Die Modellvorhaben legen bei ihren Vorhaben, die nicht-investive und investive Maßnahmen umfassen, jeweils unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte: Diese reichen von der Gesundheitsförderung über verkehrliche Infrastruktur und Tourismus bis zur Kunst- und Kulturförderung.

Im Modellvorhaben Magdeburg-Buckau geht es vorranging um die Erprobung nachhaltiger und kreativer Stadtentwicklung anhand von

zwei unterschiedlichen Leitprojekten:

Sporthalle

Sporthalle E.-K.Schule_VogelperspektiveDer Neubau einer Einfeld-Sporthalle neben der Erich-Kästner Förderschule für lernbehinderte Kinder und Jugendliche soll die bislang fehlenden Räumlichkeiten für den Schul- und Vereinssport ergänzen.

Für die Sporthalle werden verschiedene Mittel wie etwa Zuwendungen aus der Bundesinitiative „ExWoSt“ und der Städtebauförderung „Stadtumbau Ost“ gebündelt.

 

Kunst

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung möchte mit dieser Initiative auf experimentelle Art und Weise herausfinden, wie Stadtentwicklung über Kunst- und Kulturförderung und die Verbesserung der Lebensqualität und daran anknüpfend Wohn-, Gewerbe- und privates Sanierungsinteresse unterstützt werden kann.

Der Kunst- und Kulturstandort Magdeburg-Buckau soll demnach weiterentwickelt werden, sodass die künstlerischen Aktivitäten über Einzelaktionen hinaus zum prägenden Merkmal des Stadtteils verstetigt werden können. Daran anknüpfend sollen PrivateigentümerInnen im Stadtteil motiviert werden, ihre Wohnungsbestände zu modernisieren, aufzuwerten und entsprechend der Nachfrage anzupassen.

Zur Weiterentwicklung und Etablierung der jungen Ansätze einer Kunst- und Kulturszene sollen die Akteure für eine nachhaltige und sich selbst tragende Kreativwirtschaft im Stadtteil Buckau unterstützt und gefördert werden.

KULTURMANAGEMENT

Dazu gehört der Aufbau und die Etablierung eines Kulturmanagements zur Entwicklung notwendiger Strukturen.

Der Aufgabenbereich von

Kulturschalten
  • Ansprechpartner für die Realisierung von Kunst- und Kulturereignissen
  • Aufbau und Pflege eines Kunst- und Kultur-Netzwerkes zur Unterstützung der Kommunikation zwischen den Beteiligten
  • Konzepterarbeitung für den Kunst- und Kulturstandort Buckau unter breiter Beteiligung lokaler Akteure
  • Recherche und Akquise von weiteren Fördermitteln
  • „Impulse für den Stadtteil geben“
  • Lebendigkeit und Offenheit für Kunst und Kultur unterstützen
  • sich für Kontinuität und Nachhaltigkeit einsetzen
  • zeigen, was Buckau zu bieten hat, wie wohnlich es hier ist

Das Kulturmanagement wurde im April 2012 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg übertragen. Die Projektverantwortliche Frau Prof. Dr. Girmes vom Institut für Erziehungswissenschaften sowie wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende des Studiengang KWL – Cultural Engineering kontaktieren seither sowohl Kunst- und Kulturschaffende als auch Eigentümer und managen die Verstetigung Buckaus zu einem Kunst- und Kulturstandort. Ein eigens für Buckau entwickeltes Konzept trägt inzwischen die ersten sichtbaren Früchte: der „Dingweg“ zieht sich mit seinen verschiedenen Stationen durch den Stadtteil und wächst mithilfe vieler Künstler stetig an. Die Initiierung, Erarbeitung, Kuratoriumsarbeit und Installation des „Dingweges“ leistet einen Entwicklungsbeitrag zu einem sich wandelnden Stadtteil. Am 08.02.2013 wurde der „Dingweg“ im Buckauer Bahnhof feierlich eröffnet. (Hier lesen Sie mehr über die Eröffnung und den Dingweg).

Weitere Informationen gibt es auch auf der Seite: kulturmachtstadt.de.

KUNST- & HANDWERKERHOF

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Der Kunst- und Handwerkerhof in der Brauereistraße 4.

Im Rahmen des ExWoSt-Forschungsvorhabens entsteht zudem ein Kunst- und Handwerkerhof im „Werk 4, Brauereistraße 4, als Ort des künstlerischen Schaffens, als Schauraum sowie als Treffpunkt und Kommunikationsort für die Kreativwirtschaft. Auf der ehemaligen Gewerbefläche des VEB Sauerstoff und Acetylen, gleich hinter dem Abtshof, gestalten zurzeit die Initiatoren von „Werk 4“ eine der größten In- und Outdoor-Anlagen Mitteldeutschlands.

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Der Kunst- und Handwerkerhof mit dem imposanten Sudturm davor.

Neben einer Kletterhalle, Trainingsräumen und einem Café werden sich dort zukünftig auch Kreative in Kunstwerkstätten treffen und gemeinsam arbeiten. Die Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen sollen voraussichtlich im Frühjahr 2015 abgeschlossen sein, sodass der Kunst- und Handwerkerhof bezogen werden kann.

Derzeit finden bereits verschiedene künstlerische, gärtnerische, musikalische, soziokulturelle Projekte und Veranstaltungen auf dem Gelände statt. Mehr dazu lesen Sie auf folgenden Seiten: Veranstaltungen und Werk 4.

TEMPORÄRE KUNST- & KULTURAKTIONEN

Einige bereits realisierte temporäre Kunst- und Kulturevents im Rahmen der Bundesinitiative „Kooperation konkret“ im Forschungsfeld „ExWoSt“ in Magdeburg-Buckau finden Sie in der Übersicht links oben unter „Aktuelles“ auf dieser Seite.